Auf Personality und Authentizität kommt es jetzt an

Autor: Martin Philipp, Geschäftsführer von Evalanche by SC-Networks GmbH (www.sc-networks.de)

Im Zuge der Corona-Pandemie stehen viele Unternehmen vor neuen Herausforderungen. Wie sie damit umgehen, sprich wie sie intern und extern Informationen weitergeben und welche Lösungen sie entwickeln – all das legt offen, welche Charakteristika und Werte diese Unternehmen ausmachen. Deshalb ist es gerade in Krisenzeiten wichtig, schnell und transparent zu kommunizieren. Hierbei gilt es in erster Linie, den Kontakt zu Kunden und Geschäftspartnern aufrechtzuerhalten, Mitgefühl und Verständnis zu zeigen und wirkungsvolle Unterstützung anzubieten.

Nicht wenige Unternehmen sind angesichts der rasanten Entwicklungen, die das Corona-Virus in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft angestoßen hat, in eine Art Schockstarre verfallen. Unsicherheit prägt den Business-Alltag:

  • Was bedeutet die Ausbreitung des Virus und die Maßnahmen, die ergriffen wurden, um genau das zu verhindern, mittel- und langfristig für die Wirtschaft?
  • Welche Auswirkungen hat das konkret auf das eigene Unternehmen?
  • Was können Unternehmen tun, um die Krise bestmöglich zu überstehen?

Oberste Priorität sollte sein, besonnen zu bleiben und positiv in die Zukunft zu blicken. Schwarzmalerei und Panikmache sind nicht nur unprofessionell, sondern verstellen auch den Blick für das Wesentliche. Jetzt braucht es eine realistische Einschätzung der aktuellen Situation sowie eine sachliche und lösungsorientierte, vor allem aber authentische Kommunikation – mit Kunden, Partnern und Mitarbeitern.

Offen und ehrlich

Eine pessimistische und panische Kommunikation ist ebenso wenig zu empfehlen, wie eine geballte Ladung beschönigender Botschaften. Was Kunden, Lieferanten und andere externe Partner jetzt wirklich wissen wollen:

  • Hat die Krise Auswirkungen auf die Produktion, Warenverfügbarkeit oder Lieferzeiten?
  • Welche Maßnahmen hat das Unternehmen ergriffen, um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten?
  • Wie, wann und wo sind die wichtigsten Ansprechpartner erreichbar?

Wer offen und ehrlich mit der aktuellen Lage umgeht und seine Geschäftspartner stets auf dem Laufenden hält, positioniert sich als verlässliche Anlaufstelle in der Krise. Dazu gehört auch, transparent mit dem eigenen Team zu kommunizieren und ihnen alle relevanten Informationen mitzugeben.

Konkrete Lösungswege und schnelle Unterstützung

Um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen, braucht es gemeinsame Lösungen, die den Fortbestand existierender Netzwerke und Supply Chains sichern. Darüber hinaus sind gegenseitige Unterstützung und konkrete Hilfestellungen dann wirkungsvoll, wenn sie sich schnell und einfach umsetzen lassen. Unternehmen sollten sich daher fragen: Wo ist der Schmerz der Kunden und Partner gerade am größten? Dann können sie passgenaue und relevante Hilfsangebote machen: nützliche Inhalte, angepasste Konditionen oder andere individuelle Lösungen. Wichtig: Alle Maßnahmen sollten jedoch zur Firmenphilosophie passen, die gezeigte Solidarität darf nicht nur eine aufgesetzte Werbeaktion sein.

Angemessene Kommunikation auf allen relevanten Kanälen

Was Unternehmen jetzt kommunizieren sollten, ist eine Sache, wo sie es tun, eine andere. Denn auch hier gilt es mit Fingerspitzengefühl die richtigen Kommunikationswege zu wählen. Geänderte Öffnungszeiten und Erreichbarkeiten müssen auf allen Kanälen aktuell sein – von der Website über die Profile in sozialen Medien bis hin zur Google My Business-Seite und digitalen Branchenbüchern. Entscheidend ist, dass die wichtigsten Informationen leicht zugänglich sind:

  • Personalisierte Mailings, die proaktiv und schnell mit einer Email Marketing Software versenden lassen, landen direkt im Posteingang der Empfänger und haben damit gute Chancen, wirklich wahrgenommen zu werden.
  • Auf der Website lassen sich alle relevanten Informationen zur aktuellen Lage so platzieren, dass Besucher sie nicht übersehen.
  • Im Blog können Unternehmen ihre konkreten Hilfsangebote vorstellen oder direkte Unterstützung bieten, etwa in Form von How-Tos oder Tipps.
  • Die Reichweite der sozialen Netzwerke eignet sich, um die aktuellen Informationen breit zu streuen und mit nutzwertigen Inhalten die Aufmerksamkeit von Kunden, Partnern und Interessenten zu gewinnen.

Authentizität offenbart Personality

Zwar lässt sich nicht abschätzen, wie lange die Corona-Pandemie noch das Business beherrschen wird und welche langfristigen Folgen auf die Unternehmen zukommen. Was allerdings jedes Unternehmen selbst in der Hand hat, ist die Kommunikation und Interaktion mit den eigenen Kunden und Partnern. Mit der richtigen Strategie und einer authentischen Personality sind Firmen verlässliche Ansprechpartner und Stabilisatoren in der Krise und haben selbst beste Chancen, diese gut zu überstehen. Denn eins ist klar: Irgendwann werden sich die Wogen glätten und dann bleiben vor allem diejenigen Unternehmen in Erinnerung, die während der Krise Flagge gezeigt und andere aufrichtig unterstützt haben.

Autor: Martin Philipp hat über 20 Jahre Erfahrung in der Beratung, Vermarktung und dem Vertrieb von beratungsaufwendigen, webbasierten Produkten und Lösungen. Der diplomierte Betriebswirt ist Mitgeschäftsführer von Evalanche by SC-Networks GmbH (www.sc-networks.de) und verantwortet seit 2007 das Neukundengeschäft und die Kundenbegeisterung.

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  1. Sorgen Sie für eine enge Abstimmung zwischen Vertrieb und PR-Verantwortlichen

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Beziehen Sie Ihre PR-Abteilung oder PR-Agentur frühzeitig z.B. in die Planung eines Launchs mit ein, um eine Vertriebskampagne optimal mit PR-Maßnahmen unterstützen zu können. Hat ein Unternehmen etwa ein neues Produkt entwickelt, legen Marketing und Vertrieb die Branchen und Zielgruppen fest, die gezielt angesprochen werden sollen. Sobald dies geschehen ist, sollten Sie die PR-Profis ins Boot holen. Denn es muss nicht nur Content – ob Texte oder Multi-Media-Material – recherchiert, erstellt und freigegeben werden, was einige Zeit in Anspruch nimmt. Ebenso gilt es, Redaktionsschlüsse zu beachten, die beispielsweise bei monatlich erscheinenden Printmedien oft bis zu sechs Wochen vor dem Erscheinungstermin liegen.

  1. Analysieren und gewichten Sie Ihre Zielmedien

Analysieren Sie die für Ihre Zielgruppen wichtigen Medien im Hinblick auf ihre Relevanz und gewichten Sie sie in einem A-B-C-Ranking. Längst nicht alle Medien erzielen für ein spezifisches Thema eine gleich hohe Durchdringung der Zielgruppe. Der nächste Schritt ist die Themenschwerpunkt-Recherche: Häufig gibt es in einem Medium nur ein- oder zweimal im Jahr einen redaktionellen Schwerpunkt, der einen idealen Rahmen bietet, um Ihr neues Produkt oder einen neuen Service zu kommunizieren.

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