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Autor: Chris Jungjohann, Head of Sales Germany, Takumi

 

Influencer Marketing hat sich als wichtiger Bestandteil im Marketing-Mix etabliert, 2019 wird dieser Bereich (endlich) ernst genommen. Kontinuierlich lässt das Influencer Business die Wachstumsschmerzen hinter sich, tritt der Kritik klar entgegen und demonstriert: es ist gekommen, um zu bleiben – und zwar als kreativer, authentischer Kanal der Markenkommunikation.

 

Wie statt Wer – Erfolgreiche Aktivierung durch kreative Freiheit

Für Werbetreibende verschiebt sich die zentrale Frage der richtigen Kooperation zukünftig vom Wer zum Wie. Mit dem konsequenten Einsatz von Prüfmechanismen, die verdächtige Aktivitäten aufdecken und transparenten Qualitätskriterien zur Bewertung des Kampagnen-Outcomes, steht weniger die Auswahl der richtigen Influencer-Partner im Fokus, sondern es wird vielmehr Wert auf die Kreativität und Authentizität der Kampagnen gelegt. Marketer sollten sich deshalb auch für unkonventionelle Ideen offen zeigen und Influencern trotz verbindlicher Kampagnen-Vorgaben kreativen Freiraum eingestehen. Dem durchdachten Briefing kommt als Vermittlungstool zwischen Marketern und Influencern dabei eine besondere Bedeutung bei, denn die Aktivierung von Followern und Endkunden kann nur durch eine glaubwürdige Ansprache gelingen, die deren Interesse weckt. Die richtige, nicht zu werbliche Produktinszenierung ist der Schlüssel zu erfolgreichem Engagement.

Qualitätssteigerung durch Regulierung

Influencer Marketing wird 2019 sicherer und transparenter. Als Reaktion auf wiederkehrende Skandale um Fake-Follower und verdächtige Aktivitäten sowie Forderungen von Advertisern, gegen diese vorzugehen, hat zuletzt Instagram selbst Verantwortung übernommen, um die Wahrnehmung als hochwertiges und glaubwürdiges Werbeumfeld weiterhin zu erhöhen. Das angekündigte Vorgehen gegen Fraud beweist eins: Die Plattform hat verstanden, dass sich ihre wichtigsten Content-Produzenten auf Einnahmen aus Werbe-Kooperationen verlassen, welche nur investiert werden, wenn sie wiederum einen entsprechenden ROI abwerfen. Die Nutzung von Technologien zur Optimierung von Qualität und Effizienz wird sich im neuen Jahr als konstante Komponente im Influencer Business etablieren – und das Vertrauen der Werbebranche in Plattformen wie Instagram stärken. Ein Trend von dem mittelfristig die gesamte Branche profitieren kann und der zur weiteren Professionalisierung im Marketing-Mix beitragen wird.

Obenan auf der To-do-Liste steht nach wie vor die Lösung für eine verbindliche Werbekennzeichnung. Auch wenn Instagram hierfür eine Best-Practice-Möglichkeit der Selbstregulierung anbietet, steht eine eindeutige juristische Vorgabe noch aus. #anzeige reicht 2019 nicht mehr aus.

Aus Influencern werden Creators

Micro Influencer Merch ist das neue Ding! Kleine, unabhängige Marken forderten in den letzten Jahren große FMCG-Konzerne heraus, was auch zu Übernahmen und Beteiligungen durch Letztere führte. Insbesondere Kosmetikmarken geben dabei einen Trend vor, der sich 2019 fortsetzen wird. Influencer nutzen ihr loyales Follower-Potenzial und kreative Ideen, um sich selbst weiter zu vermarkten – sie werden zunehmend selbst als Entwickler eigener Produkte aktiv, die vielmehr vom Image ihrer Creators als vom Image der dahinterstehenden Hersteller profitieren. Die traditionelle Marketing-Logik, wonach werbliche Aktivitäten einer bereits lancierten Marke folgen, wird dadurch gewissermaßen umgedreht.

Stärker als Marken sind Influencer in der Lage, eine direkte Verbindung zu den Verbrauchern herzustellen. Indem sie mit der Marke eins werden, schaffen sie ein attraktives Konzept für eine Generation von Konsumenten, die in Bezug auf Werte und Produkte immer anspruchsvoller wird. Plattformen wie Instagram und Facebook haben diese Entwicklung rechtzeitig erkannt und Werbeformate wie Bestell-Funktionen integriert, die zur Schaffung einer nahtlosen Customer Experience beitragen. Das vom Favorite-Influencer designte oder wenigstens gebrandete Produkt direkt über seinen/ihren Channel zu kaufen, wird 2019 zum Standard.

 

Zum Autor:

Chris Jungjohann verantwortet als Head of Sales bei Takumi Germany den Auf- und Ausbau der Beziehungen mit Marken und Agenturen im deutschen Markt. Jungjohann blickt auf jahrelange Expertise im Bereich Unternehmensführung und Marketing zurück. Vor seiner Zeit bei Takumi baute er als Mitgründer die Marketing Agentur „The Brand Creators“ auf, die als eine der ersten Agenturen in Deutschland Instagram Marketing für Brands im Luxus- und Lifestylesegment betrieben hat. Sein Bachelor- und Masterstudium absolvierte er an der Universität Witten/Herdecke, an der er auch als Dozent regelmäßig Vorlesungen hielt und Start-Ups beriet.

Chris Jungjohann ist Referent auf unserer ‘IN Marketing Conference’ –
Power-Konferenz für Instagram & Influencer Marketing.

Hier geht’s zum ausführlichen Programm:

Wien: 04. April 2019
München: 09. April 2019

Copyright – Beitragsbild: Takumi

 

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