Autor: Andreas Öttl, Head of Marketing, CURRY Innovations GmbH

 

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der EU findet ab 25. Mai 2018 in allen Mitgliedsländern Anwendung. Sie enthält auch Regelungen, die Unternehmen beim Betrieb ihrer Internetseiten zwingend beachten müssen. Schließlich lässt sich ein Auftritt im Netz nicht ohne Verarbeitung personenbezogener Daten bewerkstelligen, da es sich bei IP-Adressen bereits um personenbezogene Daten handelt. Auch Cookie- und User-IDs werden nicht mehr als anonym eingestuft, sondern gehören zu den personenbezogenen Daten. Und weil bereits beim bloßen Aufrufen einer Internetseite automatisch die IP-Adresse des Besuchers übermittelt wird, betrifft die DSGVO jeden, der Webseiten betreibt. Um kräftige Bußgelder zu vermeiden, sollten Unternehmen schnellstens überprüfen, ob ihr Internetauftritt rechtskonform zur DSGVO ist – und die Seiten gegebenenfalls anpassen.

 

Fahrplan zum DSGVO-konformen Internetauftritt

A. Den Ist-Zustand aufnehmen

Die einzelnen To-dos können erst nach kriminalistischer Kleinarbeit identifiziert werden: Für jede Seite und jede Unterseite muss ganz klar sein, welche Funktionen und Tools dort personenbezogene Daten erfassen, speichern und verarbeiten. Zudem sollte man genau wissen, auf welchen Seiten welche Daten anfallen, die an externe Unternehmen gehen.

B. Datenverarbeiter in die Pflicht nehmen

Mit jedem Drittanbieter, dem das Unternehmen Daten zur Speicherung oder Weiterverarbeitung zur Verfügung stellt, ist ein Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung abzuschließen, der den Vorgaben der DSGVO entspricht. Neu ist, dass die Auftragsverarbeitung auch außerhalb der EU erfolgen kann.

C. Die Web-Anwendung fit machen

Last but not least muss das Unternehmen – wo nötig – noch die technische Umsetzung auf der Webseite anpassen. Dabei sollte man gleich noch einmal kritisch prüfen, ob die Zustimmungstexte in allen Formularen den Anforderungen der DSGVO entsprechen und ob die Nutzer hinreichend auf ihre Rechte hingewiesen werden.

 

Seite für Seite, Tool für Tool

 1. Kontaktformulare, Kommentare, Anmeldungen, Registrierungen

Grundsätzlich müssen sich Nutzer auf Vertraulichkeit und Integrität verlassen können. Dem Unternehmen obliegen umfassende Informationspflichten.

To-do: Die Daten werden für die Übertragung verschlüsselt, das heißt Formulare sind über eine sichere Verbindung mittels https zu übermitteln. Kommen Dritte als Dienstleister zum Zuge, dann sind die Nutzer explizit darauf hinzuweisen. Zudem ist mit dem Datenverarbeiter ein entsprechender Vertrag zu schließen.

2. Share- und Like-Buttons

Die Nutzer müssen der Übertragung personenbezogener Daten an soziale Netzwerke explizit zustimmen. Das heißt, dass Daten nicht schon beim Aufruf der Webseite an Facebook & Co. übertragen werden dürfen.

To-do: Der Nutzer muss immer zuerst mittels Klick sein Okay geben, bevor die Datenübertragung möglich ist. Als technische Lösung dafür ist c’t Shariff geeignet.

3. Up- und Downloads

Das Herunter- und Hochladen von Dateien obliegt den gleichen datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen wie Kommentarfunktionen und Kontaktformulare: Nutzer-Information und -Zustimmung.

To-do: Der Nutzer ist vorab über die Datenübermittlung und –weiterverarbeitung zu informieren und muss ihr ausdrücklich zustimmen.

4. Tracking-Tools

Tracking-Tools, wie beispielsweise Google Analytics und Piwik, zeichnen das Nutzerverhalten genauestens auf. Deshalb muss ein Webseitenbetreiber den Nutzer über den Umfang, den Zweck und die Art der Datensammlung aufklären und eindeutig auf sein Widerspruchsrecht hinweisen.

To-do: Damit Nutzer einen Widerspruch ausüben können, kann das Unternehmen einen Link zu einem Deaktivierungs-Add-on schalten oder eine Opt-Out-Funktion einrichten. Das entbindet es jedoch nicht von seinen Informationspflichten. Natürlich muss es via Anonymisierungsfunktion auch dafür sorgen, dass der Programmcode des Trackingprogramms die IP-Adressen nur gekürzt erfasst. Nicht vergessen: Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung mit dem Dienstanbieter abschließen!

 5. Live-Chats

Live-Chats nutzen häufig externe, cloudbasierte Tools wie SmartSupp oder Zendesk. Diese Programme erfassen jedoch ebenfalls Nutzerdaten, etwa die IP-Adresse. Darüber hinaus tragen manche Chat-Teilnehmer persönliche Daten in den Chat oder vorgelagerte Fragebögen ein, die dann auf den Servern des Anbieters verbleiben.

To-do: Der Nutzer ist wiederum umfassend zu informieren, bevor er in den Live-Chat eintreten kann. Das Unternehmen muss außerdem an dieser Stelle eine Möglichkeit zum Abbruch schaffen.

6. Cookies

Der Einsatz von Cookies ist in jedem Fall anzugeben.

To-do: Empfehlenswert ist der Einsatz eines Cookie-Banners, das beim ersten Aufruf der Webseite erscheint und deutlich zu sehen ist. Es darf jedoch nicht so platziert sein, dass es Pflichtangaben wie etwa das Impressum oder den Link dazu verdeckt.

7. Weitere Marketing- und Werbefunktionalitäten

Kommen Programme wie Google Adwords und Adsense, Remarketingfunktionen, Reverse IP Lookup oder Tools für A/B-Testing zum Einsatz, entstehen auf Basis der erfassten Daten häufig detaillierte Nutzerprofile. Hier ist eine Einzelfallbewertung gefragt! Die alleinige Information der Nutzer ist unter Umständen nicht ausreichend, sondern es bedarf seiner unmissverständlichen Einwilligung.

To-do: Das Unternehmen sollte genau prüfen, welche Marketingtools und Werbefunktionen es auf seinen Seiten nutzt und sich beraten lassen, was dies im Hinblick auf die DSGVO bedeutet.

 

Ich habe fertig?

Mit der einmaligen Anpassung der Unternehmensseiten ist es jedoch nicht getan. Werden neue Seiten angelegt oder Webseitenfunktionen und Apps ergänzt, müssen Datenschutzaspekte nach DSGVO immer eine mit-entscheidende Rolle spielen. Die Unternehmen sind überdies gut beraten, auch die noch folgende ePrivacy-Verordnung im Auge zu behalten. Diese wird sich vorrangig um den Schutz der Privatsphäre in der digitalen Welt drehen. Weitere Neuregelungen für das Betreiben von Webseiten sind also vorprogrammiert.

 

Zum Autor:

Andreas Öttl ist Head of Marketing bei CURRY Innovations GmbH und Spezialist für Webtechnologien und E-Business-Systeme.

Kontakt: andreas.oettl@curry-innovations.com

Autorin: Erika Stumpp, Projektmanagement,  SM:ILe Communication

Sie sind neu in der Marketing-Abteilung? Sie wollen Ihre Marke mit Hilfe der digitalen Medien nachhaltig am Markt etablieren? Sie interessieren sich für Soziale Medien? Dann sind Sie bei uns genau richtig! Wir bieten den Teilnehmern unserer Webinare, Seminare und Konferenzen Informationen über die aktuellsten Innovationen und Lösungsvorschläge für die verschiedensten Themen aus dem Bereich digital basiertes Marketing.

Doch wer sind wir?
Wir sind SM:ILe Communication GmbH & Co. KG, eine Agentur für Kommunikations- und Konferenzmanagement mit Sitz in Garmisch-Partenkirchen (und ja, die Berge hier sind wirklich so toll, wie alle sagen). Seit über 10 Jahren entwickeln, konzipieren, planen  und organisieren wir thematisch fokussierte Konferenzen, Webinare und Intensiv-Seminare rund um das Thema digitales Marketing. Die Voraussetzung für unseren Erfolg liegt in dem großen Fachwissen unserer Referenten und Seminarleiter, die dieses gerne mit Ihnen teilen.

Unsere Veranstaltungen – gestern und heute
Unsere bisherigen Veranstaltungen wie die BIG DATA Marketing Days, die MOT Intensiv Seminare, die MARKETING ON TOUR Konferenzen oder auch die verschiedenen Cyber Weeks (Webinar-Konferenzen) sind sehr beliebt bei Geschäftsführern, Marketingleitern und anderen Entscheidern in der Marketing-Welt. Diese schätzten vor allem „die dynamischen und gut strukturierten Präsentationen, die umfassende Expertise der Vortragenden sowie die Interaktionsmöglichkeit“, so Isabel Schneider von der Stiftung Menschen für Menschen.

Der absoluter Publikums-Renner sind seit 2016 unsere digitalen Cyber Weeks zu unterschiedlichen Themen des digitalen Marketings. Denn an einer Cyber Week können Sie teilnehmen, ohne aus Ihrem Bürostuhl aufzustehen. Sie loggen sich einfach auf der Webinar-Plattform von SM:ILe ein und schon sind Sie mittendrin. So sparen Sie sich Reisezeit und Reisekosten. Und wenn doch mal ein dringender Termin dazwischen kommt – kein Problem! Nach der Woche bekommen Sie von uns, als zusätzlichen Service, die gesamten Vorträge auf Video zur Verfügung gestellt. So haben Sie zwei Monate Zeit sich die Referate immer wieder anzusehen.

Neuerungen in 2017
„Das alles sind ja ganz tolle Veranstaltungen“ werden Sie bestimmt sagen (hoffen wir zumindest!), doch wir ruhen uns nicht auf unseren Lorbeeren aus. Denn „wer rastet, der rostet“. Deshalb haben wir dieses Jahr sogar zwei neue Projekte auf die Beine gestellt.

Das erste ist die ‚Marketing Webinar Academy‘. Hier können Sie in kürzester Zeit Ihr Wissen umfassend auf den neuesten Stand bringen. Wann und wo Sie wollen. Es stehen Ihnen über 80 Aufzeichnungen von verschiedenen Webinaren und Konferenzen zur Verfügung. Und ständig kommen neue hinzu. Ein besseres Mittel gegen das Sommerloch finden Sie nirgends.
MARKETING WEBINAR ACADEMY

Unsere zweite Neuerung ist die ‚Digital Marketing 4HEROES Conference‘  2017. „Muss ich mich da als Held verkleiden?“ werden Sie sich fragen. Aber nein, die vier Helden sind die vier derzeit meist diskutierten vier Bereiche des digitalen Marketings – Data Driven Marketing, Video Advertising, Content Marketing und Social Media Marketing. Aus diesen Themenblöcken referieren Branchenkenner wie Sebastian Kahlich, Director Brand Partnerships, Starwatch Entertainment ProSiebenSat.1 Media SE, Alexander Pühringer, Founder & CEO, LINKILIKE und viele mehr.
Digital 4Heroes Konferenz

Unser Team
Iris Lohmann gründete 2003 SM:ILe Communication GmbH & Co. KG sozusagen mit einem Lächeln. Trotz der drei Kinder hatte die Marketing- und PR-Expertin Zeit mehr als 200 Seminare, Webinare, Konferenzen, Kongresse und Messen zum Thema „Online Marketing“ zu entwickeln und zum ‚Fliegen‘ zu bringen.

Seit Dezember 2016 bereichert Erika Stumpp als Projektmanagerin unser Team. Sie ist die direkte Ansprechpartnerin für unsere Teilnehmer und „schmeißt den Laden“ im Hintergrund.

Unser „Nesthäckchen“ ist Katrin Bauer. Sie ist seit Mai 2017 dabei und als Marketing-Assistentin tätig. Die Hundeliebhaberin koordiniert die Kooperationen, die Marketing-Aktivitäten und die Websites.

Feedback immer gerne:
info (at) smile-communication.de

 

Mit 5 Tipps für Ihren Weg zur individuellen Kundenkommunikation & 3 Use Cases aus der Praxis

Was Tante Emma früher schon wusste … stimmt für Marketing-Verantwortliche heute immer noch. Kunden wollen: persönliche Ansprache und passgenaue Angebote. Die Wünsche sollen von den Augen abgelesen werden, am besten noch, bevor der Kunde selbst davon weiß. Für Tante Emma war das recht einfach, schließlich spielte sich der Kundenkontakt ausschließlich in ihrem Laden ab und der Kundenkreis war auch überschaubar. Was aber machen wir, als Marketing-Verantwortliche, heute?

• Verschiedene Ladenlokale
• Onlineshop
• Kundenkarte
• App & Mobile
• Social Media
• Newsletter
• Mehrere Tausend oder Millionen
von Kunden
• Über die ganze Welt verteilt

Was Tante Emma in klein angefangen hat, wird nun immer komplexer. Die Anzahl der Touchpoints nimmt stetig zu, die Kommunikationsfrequenz gleichermaßen und so erreichen wir eine ganz neue Quantität und Qualität der Kommunikation: Willkommen in der Digitalisierung, in der der Wettbewerb nur ein Klick entfernt ist….

Hier geht’s weiter! Whitepaper von APTECO: whitepaper-apteco

Customer Journeys werden immer komplexer. Dies eröffnet eine Fülle von Möglichkeiten für die personalisierte Kundenansprache, gleichzeitig steigt jedoch mit jedem Marketingkanal das Risiko von Fehlinvestitionen. Um den Überblick über Marketingkanäle und Budgets zu behalten, ist eine ausgeklügelte Tagging-Strategie unverzichtbar. Dies ist aber ohne eine geeignete Lösung zum Tag Management unmöglich

Nur taggen alleine reicht nicht aus

Tags sind ein elementarer Bestandteil des Online-Marketings. Die kurzen Code-Schnipsel werden in die einzelnen Webseiten einer Webpräsenz integriert und dienen dem Tracking der Aktivitäten von Besuchern. Zu den Geläufigsten zählen die Counter Tags (die sogenannten „Zählpixel“), Retargeting Tags sowie Conversion Tags zum Zählen von Klicks oder zum Feststellen, ob der Kunde nach dem Surfen auch gekauft hat. Die von ihnen gelieferten Daten bilden die Grundlage für eine gezielte Kundenansprache über alle Touchpoints hinweg und erlauben eine Optimierung des Kanalmixes für eine Kampagne sowie der Budgetverteilung. Hierfür sind jedoch moderne Lösungen zur Tag-Verwaltung, sogenannte Tag Management System (TMS) oder „Container-Lösungen“ erforderlich.

Der Grund: Weiterlesen

Die Auswertung großer Datenmengen unterstützt Unternehmen bei Kundenansprache, Markterschließung und Meinungsbildung. Wie funktioniert das?

51.700.000 TREFFER bei Google, un­zählige Seminare und Konferenzen sowie vollmundige Leistungsversprechungen von Beratern und Softwareanbietern zum Thema Big Data – dennoch scheint die Phantasielücke zwischen Popularität und tatsächlichem Nutzen für Unternehmen immer größer zu werden. Die übergeord­nete Frage von Big Data für den Einsatz in Unternehmen ist, inwieweit Daten und Analytik über die reine Supportfunktion auch Aufgaben und Prozesse automati­siert übernehmen können und somit dem Menschen Konkurrenz machen bzw. ihn sogar ersetzen werden.Zunächst einmal steht fest: Die Zei­ten, in denen man nicht wusste, wel­che 50 Prozent der Marketingausgaben rausgeworfenes Geld sind (Henry Ford), haben dank Big Data weitgehend ausge­dient. Auf Basis von BigDataTracking lässt sich die „Customer Journey“ des Kunden über verschiedene Touchpoints wie Suche, Social Media und Anzeigen systematisch vermessen. Mit Hilfe des sogenannten AttributionModeling hat Otto auf Basis dieser so gewonnenen Da­ten seine Mediaund Marketingplanung optimiert. Das DataMiningModell be­rechnet aus einer Vielzahl von Daten-und Zeitpunkten den optimalen Kanalmix, indem der Wertbeitrag jedes Touchpoints im Gesamtkanalkontext automatisch berechnet wird. Damit lässt sich genau sagen, welche Touchpoints eine direkte Konvertierungsfunktion und welche eher eine Assistenzfunktion haben. Ebenso sind Rückschlüsse auf die zeitlichen Ur­sacheWirkungsKetten möglich. Auf die­ser Basis leitet Otto systematisch Marke­tingmaßnahmen und Mediabudgets ab. Die Vielzahl an digitalen Touchpoints und Endgeräten sowie deren extrem va­riable Nutzung durch den Kunden lassen sich nicht mehr alleine durch Erfahrung und Bauchgefühl optimieren. Diese em­pirische Erdung und Objektivierung des Marketings hilft, die häufig kanalgepräg­ten Meinungen und Barrieren zu hinter­fragen, und trägt so zu einem Gesamt­kommunikationsoptimum aus Sicht des Unternehmens bei.

KUNDENREISE OPTIMIEREN

Ohne Frage ist gerade im B2B-Ge­schäft Beziehungsmanagement besonders wichtig. Mit Big Data lassen sich jedoch automatisch neue Kunden erkennen und profilieren. Auf Basis vorgegebe­ner AKunden werden über sogenannte statistische Zwillinge neue Kunden und Märkte identifiziert. Dabei werden die ausgewählten Unternehmen mit über 10.000 BusinessAttributen angereichert. Auf Basis dieser Datenvektoren werden mit DeepLearningAlgorithmen soge­nannte Lookalikes (statistische Zwillinge) als neue Kunden im digitalen Raum pro­gnostiziert (Predictive Analytics). Damit können auch Interessenten identifiziert werden, die nicht dem klassischen „Beuteschema“ entsprechen, aber potentielle Käufer darstellen. Weiterlesen

In der heutigen Zeit gibt es immer mehr Kanäle, über die wir unsere User erreichen, mit ihnen kommunizieren und sie an uns binden wollen.

Und das ist ein aufwändiger Prozess: Wir analysieren die Bedürfnisse unserer Kunden, wir fragen sie nach ihrem Feedback, wir sind immer bemüht, sie bei Laune zu halten und besorgt, wenn sie längere Zeit wegbleiben. In der heutigen Zeit arbeiten wir mehr für unsere Nutzer als jemals zuvor – und das hat seinen Grund. Denn der Nutzer war nie wichtiger für unser Business. Im Hinblick auf die Vielzahl der Kanäle wird die Bedeutung der User noch deutlicher: Sie sind das Band zwischen den verschiedenen Kanälen, das alles zusammenhält.

Seine Nutzer effektiv zu analysieren war auch schon mal einfacher – noch vor einiger Zeit reichte es, Cookies zu setzen. Doch diese Zeiten sind vorbei. Auch für das Marketing brachte der explosionsartige Zuwachs an Kanälen Herausforderungen mit sich: Routinekampagnen mussten überdacht und das Budget neu angepasst werden. Nun kann uns der Nutzer endlich etwas für unseren Einsatz zurückgeben – als der rote Faden im Chaos der Kanäle.

Stellen Sie sich die folgende Situation vor: Ihre iOS-App bringt nicht die gewünschte Konversionsrate. Aber die Webseite läuft nicht schlecht, sodass Ihre Web Developer keinen Anlass sehen, etwas zu verändern. Nur führt Ihre App nicht zu den gewünschten Conversions, was Ihnen keine Ruhe lässt. Doch was wäre, wenn Sie sich den einzelnen User und nicht die verschiedenen Kanäle anschauen würden? Dann würde sich Ihnen vielleicht das folgende Bild eröffnen: iOS-User konvertieren zehnmal schneller als Android-User– nur tun sie es über ihre Computer, nicht ihre iPhones. Dagegen hätte Ihnen kanalzentriertes Tracking an dieser Stelle eine Webseite mit toller Performance und eine schwächelnde iOS-App gezeigt, die einen neuen Developer braucht. Nur wenn diese Kanäle durch den Nutzer verbunden werden, wissen Sie, was wirklich passiert.

Es hatte schon seine Richtigkeit, dass Unternehmen den Fokus auf kanalzentriertes Marketing setzten: Als es nur Webseiten gab, waren diese auch die einzigen digitalen Kanäle. Und diese Zahlen wurden dann gemessen. So weit, so gut. Danach kamen die Apps und man dachte: „Kein Problem, die können wir auch messen!“ Und dann gab es die Apps für verschiedene Geräte und Betriebssysteme. Und die mobilen Webseiten für mobile Browser. Wie wir alle wissen, sind alte Gewohnheiten nur schwer abzulegen – der erste Ansatz war, auch diese zu messen. Aber irgendwann, vielleicht als jeder Haushalt sich das zehnte Gerät zulegte, wurde es unmöglich, sich auf die Kanäle zu konzentrieren. Heute haben Unternehmen gleich mehrere Webseiten und Apps. Der Aufwand wäre viel zu groß, für jede davon ein Team oder einzelne Analysten einzusetzen.

Konzentrieren Sie sich also lieber auf den User, nicht die Kanäle. Nutzen Sie Ihre Nutzer.

Autor:
Christian Sauer, CEO, Webtrekk GmbH

Webtrekk GmbH Robert-Koch-Platz 4 | 10115 Berlin

 www.webtrekk.com

Kontakt:

Marketing (at) webtrekk.com

Ohne Daten sind Kunden sowie Website- und Onlineshop-Besucher für die Seitenbetreiber praktisch unsichtbar. Deshalb bietet jedes Instrument, das das Marketing mit Daten versorgt, Vorteile. Instrumente wie Google Analytics haben Big Data längst zur Realität gemacht. Die Herausforderung besteht aber nicht mehr in einer zu geringen Menge an Daten. Weiterlesen