Autor: Constantin Grudda, Consultant bei Möller Horcher PR GmbH (www.moeller-horcher.de)

Womöglich tummeln sich zahlreiche Kontaktdaten in Ihrem CRM-System, deren Potenzial Sie noch nicht richtig ausgenutzt haben. Damit diese Leads nicht einfach in Vergessenheit geraten,  benötigen Sie ein gut durchdachtes Lead-Management-Konzept. Denn wer sein Neukundengeschäft ordentlich ankurbeln will, muss sich die Frage stellen: Was soll mit gewonnen Leads passieren? Zunächst sind zwei grundlegende Entscheidungen zu treffen:

Entscheidung 1: Grüne vs. gelbe Bananen …
Eine der Grundprämissen des Lead-Managements ist, dass ein frisch generierter Lead üblicherweise noch nicht bereit ist, um ihn an einen Vertriebsmitarbeiter zu übergeben. Lead-Management-Coach Norbert Schuster spricht hier vom „Grüne-Bananen-Effekt“: Wenn Sie in eine grüne Banane beißen, schmeckt diese nicht annähernd so gut wie eine reife, also gelbe Banane. Schuld daran ist aber nicht die Banane, sondern derjenige, der einfach zu früh reinbeißt.
… ist keineswegs Geschmackssache
Ähnlich wie mit unreifen Bananen verhält es sich mit Leads, die man zu früh an den Vertrieb übergibt. Zum einen weiß ein Interessent, der erst am Anfang seiner Customer Journey steht, unter Umständen noch gar nicht, welchen Bedarf er hat und wonach er sucht. Das kann dazu führen, dass er sich von einem Anruf durch den Vertrieb belästigt fühlt und lieber woanders nach einer Lösung sucht. Zum anderen hält ihn der Vertriebsmitarbeiter aufgrund seiner geringen Kaufbereitschaft womöglich für unbrauchbar im Hinblick auf das Verkaufsziel. Wer also alle neu gewonnenen Kontakte sofort vom Vertrieb bearbeiten lässt, verschenkt unter Umständen viel Potenzial.
Entscheidung 2: Mailen vs. Nurturen …
Wenn auch Sie die gelben Bananen den grünen vorziehen, sollten Sie im nächsten Schritt überlegen, wie genau Sie vorgehen wollen. Anders als bei Bananen, die man einfach liegen lassen kann, bis sie reif sind, gilt es, die vorhanden Leads fortwährend mit nützlichen und attraktiven Informationen zu versorgen. Hier sollten Sie einen klaren Weg beschreiten: E-Mail-Marketing oder Lead-Nurturing.
… heißt E-Mail-Marketing …
Beim E-Mail-Marketing senden Sie an alle Kontaktadressen Ihres Datenpools nacheinander die gleichen E-Mails – unabhängig davon, ob Ihre Empfänger diese öffnen, deren Inhalte lesen oder die enthaltenen Links anklicken. Hierfür eigenen sich beispielsweise sogenannte Automailer-Kampagnen:

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