Autor: Roland Kissling, Journalist, Livestream-Experte & Gründer von Streamland.at|

  1. Relevanz

Das Wichtigste bei jeder Art von virtuellen Events, egal ob virtuelle Konferenz, Webinar oder Livestreaming, ist Relevanz. Was sie zu sagen haben muss das Interesse der Zuseher treffen wie ein Pfeil und nützlich sein. Leute können online im Gegensatz zu Präsenz Veranstaltungen ihren Vortragsraum blitzartig verlassen, also seien sie gnadenlos nützlich und unterhaltend wo immer möglich. Das heißt konkret auch, dass Sie das Thema so weit zuspitzen sollten wie möglich. Sprechen Sie beispielsweise nicht über ein allgemeines Thema wie Umweltschutz, sondern über „Praktische Methoden zur Filterung von CO2“. Dringen sie voll in eine möglichst enge Nische ein und nutzen Sie die Möglichkeit eines globalen Publikums. Relevanz bedeutet zudem auch inhaltliche Qualität. Holen Sie sich die allerbesten Vortragenden aus ihrer Nische und achten Sie auf werbefreien Inhalt.

  1. Training

Trainieren sie Ihre Vortragenden. Nicht umsonst sind die TED Konferenzen eines der erfolgreichsten Vortrags-Formate. Nicht nur das Thema selbst ist wichtig, sondern auch die Präsentation desselben. Es macht einen gewaltigen Unterschied WIE präsentiert wird. Storytelling ist eine Kunst, und sie kann gelernt werden. Je mehr Zeit in einen Vortrag investiert wird, umso besser wird das Ergebnis. Dazu gehört letztlich auch das Set beim virtuellen Vortrag: Keine Türen im Hintergrund, kein dunkles Gesicht und mieser Ton. Ein Infoblatt und ein Test im Vorfeld bewirken kleine Wunder. Überlegen Sie eventuell sogar, Vortragenden Headsets und Ringleuchten zu schicken.

  1. Überzeugendes Angebot

Generell wird es immer schwieriger, eine Email Adresse zu ergattern. Stellen Sie daher ein Paket zusammen, dass jemand aus Ihrer Nische gar nicht ignorieren kann. Bringen Sie ein Thema das neu ist, oder wirklich bekannte Vortragende. Stellen Sie nützliche Downloads zur Verfügung und sorgen Sie für die Möglichkeit eines perfekten Matchmaking mit anderen Teilnehmern.

  1. Interaktion

Binden Sie Ihre Teilnehmer immer in irgendeiner Form aktiv ein. Ein Live-Format macht nur dann Sinn, wenn man als Zuseher Fragen stellen und mitreden kann, oder Menschen in irgendeiner Form begegnen kann. Bieten Sie einen Chat, WhatsApp Kanal, oder die Möglichkeit die Hand zu heben und die Frage persönlich zu stellen. Nutzen Sie die Möglichkeit von Umfragen.

Wenn sie diese 4 Punkte berücksichtigen: Relevanz, perfekte Präsentation, wertvolles Gesamtpaket und Interaktion, dann wird jedes virtuelle Event funktionieren. Der Teufel sitzt wie immer im Detail, also bleiben Sie dran und gehen Sie auch den letzten beschwerlichen Kilometer, den die anderen nicht gehen.

Roland Kissling wird auf dem ‘Event Innovation Forum‘ am 28. April 2021 viele praxisnahe Hinweise und Hintergrundinfos zum Thema Live-Streaming geben. In seinem Vortrag geht er im Speziellen darauf ein, worauf technisch und organisatorisch bei der erfolgreichen Umsetzung von Livestreams geachtet werden muss. 

Über den Autor:

Roland Kissling, Gründer von Streamland.at
Mag Roland Kissling ist gelernter Journalist und Experte für digitales Marketing aus Wien. Seit 1997 war er bei den Internet Startups „Vincent Multimedia“ und „Nextra“ in diversen Marketing und Sales-Positionen tätig, ehe er die digitalen Agenden bei der IT-Zeitung „Computerwelt“ übernahm. Seit der Gründung der Freelancer-Kooperative „Streamland“ hat er mehr als 30 Livestreams und 3 digitale Konferenzen durchgeführt. Er hat Livestream-Projekte u.a. für die Computerwelt, Red Hat, Canon, Thalia und die Wirtschaftskammer Österreich umgesetzt.

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