Autor: Klaas Bollhoefer, The unbelievable Machine Company (*um) (https://www.unbelievable-machine.com)

Big Data ist prinzipiell in den Unternehmen angekommen und gerade im Marketing mehr und mehr Standard. Das ist gut, reicht aber nicht aus, weil man nach wie vor alten Denkmustern folgt. In der Regel werden nur bestehende Geschäftsprozesse „digital transformiert” und optimiert. Eine strategische Digitalisierung findet allerdings nicht statt und verhindert somit, auf lange Sicht erfolgreich zu sein. Zeit, dies zu ändern, bevor sich die Zeiten ändern.

Think Big… Data

Die zielgerichtete schnelle Nutzung von Daten – Bestandsdaten, Verhaltensdaten (Bestellungen, Transaktionen etc.), Charakteristiken (Meinungen, Vorlieben etc.) und Interaktionsdaten (Angebote, Ergebnisse etc.) aus dem CRM, kombiniert mit Daten aus sozialen Netzen und weiteren, z.B. geographischen Kontextinformationen – hilft Unternehmen schon länger bei der analytischen Kundensegmentierung. Dem Ziel, den Kunden 360 Grad sichtbar zu machen, um Muster und Ereignisse innerhalb des Lifecycles besser zu verstehen und profitable Interaktionen zu prognostizieren, kommen sie näher und näher.

Jedoch: kein Unternehmen wird dieses Ziel auf herkömmlichen Wegen erreichen. Denn Big Data zu betreiben und sich „digital zu transformieren”, benennt die bloße technische Notwendigkeit und beschränkt sich im Denken und Handeln darauf, bestehende, bisher analoge Geschäftsprozesse (erstmals) digital zu modellieren und somit zu verbessern zu wollen. Dies mag ein guter Anfang sein, ist mittelfristig aber bestenfalls Business-Optimierung.

Zukunftsfähig ist anders

Einer solch technischen Sicht- und Herangehensweise fehlt in der Regel das unternehmerische Ziel. Die Frage, wofür Prozesse „digital transformiert” werden sollen und was das Unternehmen damit erreichen will, wird ausgeblendet. Eine gezielte, strategische Digitalisierung findet nicht statt. Es fehlt der Brückenschlag zwischen Business und IT. Und es wird alten Denkmustern gefolgt.

„Die größte Gefahr in turbulenten Zeiten ist nicht die Turbulenz selbst, sondern mit der Logik von gestern zu handeln”, formulierte US-Ökonom Peter F. Drucker treffend. Und aktueller denn je. Die „Logik von gestern” herrscht noch allzu oft vor.

Grundlegend wichtig dafür ist ein modernes „digitalfähiges” Mindset. Die Fähigkeit, zunächst einmal aus Datensicht an Dinge heranzugehen und prinzipiell darüber nachzudenken, wie vorhandene Informationen und gespeichertes Wissen erfasst und wertschöpfend genutzt werden können.

Wir nennen es Data Thinking

Wenn Unternehmen langfristig wachsen wollen, müssen sie offen für neue Ansätze sein. Digitales und Data-Denken gehören dann in ihre DNA. Sie müssen sich neuen Ansätzen und Möglichkeiten – mehr noch: einer neuen Kultur – öffnen. Es beginnt beim genannten grundlegenden Denken und reicht bis zur Implementierung in die Organisation.

Die Chance der Digitalisierung besteht darin, Geschäftsprozesse neu ausrichten und komplett neue Geschäftsprozesse entstehen zu lassen. Mehr noch liegt sie darin, sich neue Geschäftsfelder oder gar neue Segmente zu erobern. Indem Unternehmen in der Lage sind, veränderte Markt- und Datenlagen zu erfassen, sie zu nutzen und daran weiterzuentwickeln.

Langfristig erfolgreiches Big Data Marketing braucht das digital souveräne Unternehmen. Das Data Enterprise, das selbst die aktive Rolle bei der eigenen Digitalen Entwicklung einnimmt, anstatt von Markt und Wettbewerb in eine Richtung gedrängt zu werden. Mit dem richtigen Mindset, den passenden Fähigkeiten und den entsprechenden Ressourcen nehmen sie das Steuer auf dem Weg in ihre digitale Zukunft wieder selbst in die Hand.

Wie das geht, zeigen Florian Dohmann (https://www.marketing-on-tour.de/team/florian-dohmann/) in München und Klaas Bollhoefer (https://www.marketing-on-tour.de/team/klaas-wilhelm-bollhoefer/) in Wien mit dem Beitrag „Data Thinking: Erfolgsrezept für den Digitalen Wandel”. Anhand des „Data Leadership Process Models” – ein praxisorientiertes und -erprobtes Vorgehensmodell und „Navigationssystem” für Unternehmen – führen sie aus, wie das Data Thinking komplette Prozessketten erfasst und erstmals alle relevanten Bestandteile zusammenführt. Sie zeigen, wie Big Data-Konzepte gedacht, projektübergreifend platziert und maßgeschneidert bis in die Organisation integriert werden.

Begleitend zum Vortrag ist ein Whitepaper kostenlos erhältlich (https://blog.unbelievable-machine.com/data-thinking-whitepaper), das die individuelle Handlungsanleitung mit Praxisbeispielen, Support- und Maßnahmenkatalogen kombiniert.

Kontakt:
Klaas Bollhoefer
The unbelievable Machine Company (*um)
https://www.unbelievable-machine.com

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.