NEWSLETTERANMELDUNG

MARKETING ON TOUR Newsletter abonnieren und so immer auf dem neuesten Stand bleiben.

Autorin: Steffi Scheibe, Art Director, tectumedia

Nachdem ein Nutzer auf eine Werbung geklickt hat, hat er bestimmte Erwartungen an die Seite, auf der er “landen” wird. Eine Landingpage kann wie eine “große Anzeige” angesehen werden. Sie funktioniert dementsprechend wie ein Werbemittel. Daher sollten einige grafische Optimierungsparameter beachtet werden, um im weiteren Verlauf bspw. den Interessenten in einen Käufer zu konvertieren: 

  1. Passt die Landingpage zum Inhalt der externen Werbung?
    Die inhaltliche Übereinstimmung zwischen der Anzeige und der Landingpage ist essentiell, um den User zu überzeugen, auf der Webseite zu bleiben und nicht sofort zu bouncen. Was der Nutzer auf der Anzeige gesehen hat – sei es ein bestimmtes Produkt oder ein Angebot – sollte er auf der Landingpage wiederfinden. Entsprechende Landingpages minimieren die Bounce-Rate. Auch die Auswahl der Bilder spielt eine maßgebliche Rolle: Bilder müssen sinnvoll ausgewählt werden, passend zu der vorher eingeblendeten Werbung. Warum hat der User auf die Anzeige geklickt? Was sucht er genau? Wurde ein bestimmtes Angebot beworben? Die Bilder sollten dementsprechend die Anzeige widerspiegeln und stark genug sein.
  2. What’s In It For Me? Die ersichtlichen USPs der Marke dienen dazu, den Nutzer in seinem Entscheidungsprozess zu überzeugen, warum er hier und nirgendwo anders das Produkt oder die Leistung erwerben sollte.
  3. Vertrauen: Wenn die Markenbekanntheit noch nicht markant genug ist, sollte die Frage gestellt werden, wie man den Nutzer dazu bringt, der Brand zu vertrauen. Hier helfen zum Beispiel Trust-Siegel, Sicherheitssiegel oder Testimonials, also andere Nutzer oder Prominente, die über die Brand berichtet haben.
  4. Viewability: Hat man alle wichtigen Informationen im sichtbaren Bereich platziert? Dabei ist es wichtig, nicht nur für Riesenscreens zu optimieren, sondern auch an die alltagstypischen Monitore in Normalgröße zu denken. Ein Quicktipp: Wenn es auf einem Notebook-Display gut aussieht, wird es auf Desktop-Monitoren noch besser wirken. Andersrum gilt die Regel nicht. Außerdem darf die Mobile-Ansicht nicht vergessen werden – daher am besten gleich auf Responsive Design setzen.
  5. BOB: Mit dem Big Orange Button ist gemeint, dass dem User in kurzer Zeit klar sein muss, was er machen und wo er klicken soll. Eine Call-to-Action sollte auffallen, z.B. durch eine Signalfarbe oder einen starken Kontrast. Aussagen müssen wie bei “Mehr erfahren” oder “Jetzt kaufen” auffordernd und eindeutig formuliert sein. Der User darf nicht anfangen zu suchen, wo die anzuklickende Fläche ist. Das klingt nach einem Nobrainer, ist es aber nicht!
  6. KISS-Regel: “Keep It Simple, Stupid” gilt sowohl für den Inhalt als auch für das Design. Am liebsten würde man dem Nutzer alle Corporate Values und Visions mitteilen, ihm erläutern, warum er auf dieser Seite am besten aufgehoben ist, und ihm erzählen, dass es ein Loyality-Programm über CRM mit Bonuspunkten gibt, und noch dazu ein Weiterempfehlungs-Bonusprogramm. Alle Informationen sollten bestenfalls im sichtbaren Bereich platziert werden, der User muss schließlich alles sehen. Das ist absolut falsch! Der 3-Sekunden-Test ist hier Gold wert: Man zeigt einer Person eine Landingpage für 3 Sekunden und fragt sie dann, woran sie sich erinnern kann. WICHTIG: Die Person sollte weder in der Grafikabteilung noch im Marketing arbeiten – Betriebsblindheit ist sonst vorprogrammiert. Der Test hilft zu verstehen, ob die wichtigsten Sachen – WAS (Welches Produkt bzw. welche Leistung bietet die Seite an?), WARUM (Warum sollte man das hier erwerben? Welche Vorteile hat man dadurch?) und WO (Wo genau muss man zur Anmeldung, zum Kauf etc. klicken?) – auf einen Blick sichtbar sind.

 

Zur Autorin:

Steffi Scheibe ist seit fünf Jahren der kreative Kopf vieler Online-Marketing-Kampagnen bei tectumedia. Die Agentur mit Sitz in Berlin richtet ihren Fokus auf die Beratung und Umsetzung von Online-Marketing-Maßnahmen. Seit Gründung hat die Agentur über 2.500 Kampagnen umgesetzt. Pro Jahr werden circa 20.000 Werbemittel für über 50 Kunden grafisch und technisch erstellt.

Steffi Scheibe ist spezialisiert auf die Konzeption und Gestaltung von Online-Werbemitteln. Als Art Director betreut sie mit ihrem Team Kunden aus den Bereichen E-Commerce sowie der Tourismus-, Mode-, und Möbelbranche.

Die ausgebildete Grafik Designerin hat bei den Online-Stores fashion4home und Flaconi gearbeitet und unter anderem damit ihre jahrelange Erfahrung im Online Marketing und E-Commerce aufgebaut.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.